Geschichte und Merkwürdigkeiten

Toscolano-Maderno ist eine kleine Gemeinde in der Provinz Brescia. Sie liegt an der Riviera dei Limoni (Riviera der Zitronenbäume) und gehӧrt dem Naturpark Alto Garda Bresciano. Hier befinden sich die schӧnsten Berge des Gardagebiets, wie der Monte Pizzocolo, naturalistisches Ziel und ideal für Trekking wie auch für Mountain Bike Begeisterten. Toscolano stammt aus der Rӧmerzeit, wie die Ruinen einer breiten romischen Villa beweisen. Noch heute bewahrt diese archäologische Stätte die Originalboden mit Mosaiken beschmückt und einige Wandgemälde. Bis 1928 sind Toscolano und Maderno sind zwei getrennte Gemeinden gewesen. Der Unterschied zwischen den zwei Dӧrfern ist noch spürbar und vom Bach Toscolano betont, der als Grenze zwischen den Beiden wirkt. Maderno ist für seine Zitronen-und Olivenbäume und selbstverständlich für sein Olivenӧl berühmt, Toscolano für seine Papierindustrie, deren Hochqualität weltweit anerkannt ist. Seit dem XIV Jahrhundert hat sich diese Industrie entwickelt. Deshalb wurde die Strecke durchs Toscolano Tal “Valle delle Cartiere (Tal der Papierfabriken )” genannt, wie ein Dokument vom 17ten Oktober 1381 beweisst. In Toscolano ist die Cartiera Burgo noch im Betrieb.

Mein B&B steht in via Benamati 73, damals Via Dei Broli Inferiori genannt, der Hauptstrasse des Dorfs, einem echten Kleinod aus den XVII und XVIII Jahrhundert. Zwanzig meter von meinem Tor entfernt, steht der preziӧse Palazzo Gonzaga , Werk des Architekts Antonio Maria Viani , Anfang XVII jahrhundert, nach Wünsch des Herzogs (Duca) Vincenzo I Gonzaga entworfen und aufgebaut. Das Palast war dank eines Gartens von 20.000 Quadratmetern mit der Villa del Serraglio (Villa des Serails) verbunden. Heutzutage gehӧrt der Garten der Stadtgemeinde. Öffnungszeiten: jeden Tag von 8Uhr bis um 20 Uhr. Das Eigentum wurde Francesco IV Gonzaga übertragen, und ein paar Jahre später kaufte Carlo II Gonzaga – Nevers das Herrenhaus. Im Jahr 1656 erwarb er auch das Kloster der Padri Serviti di San Pietro und den Serraglio Garten (Serail Garten), dessen Name aus der hӧhen Ringmauer stammte, welche Fremden und Neugierigen die Sicht versperrte. Die Villa del Serraglio wurde 1660 renoviert und mit dem sogennanten Palazzo Nuovo (Neuer Palast) mittels eines unterirdischen Tunnels angeschlossen. Der Tunnel erlaubte dem Herzog weg von neugierigen Augen sich zu bewegen. Sein Sohn, Ferdinando Carlo II, besuchte regelmässig die Paläste von Maderno und glich dem Vater im Glückspiel und im Laster: Die Affäre des Vaters in den Freudenhäusern am See erregten Aufsehen bei dem ӧsterreichischen Hof, unter den Verwandten seiner Ehegattin. Das Ende der maderner Herrenhäuser begann im Jahre 1718, als Leopold I., Herzog von Lothringen, sie erbte. Er schenkte sie teilweise und teilweise verkaufte sie dem Graf von Desenzano, Saverio de Villio. Im Jahr 1819 wurden die Überreste des Palastes von Dr. Ghiselli gekauft. Er lasste zwei Drittel des Gebäudes abrissen, in der Hoffnung einen sagenumwobenen Schatz zu finden. Fast nichts ist von der Schönheit des Palastes des siebzehnten Jahrhunderts verlassen; ein wichtiger Beweis der vergangenen Pracht ist das Wahrzeichen aus Marmor, die in der Eingangshalle des Gebäudes noch zu sehen ist. Besser erging es dem Serail und dem Park, die immer noch bewundert wird, im Gegenteil erlitt das Gebäude den Zahn der Zeit; es wurde zu neuen Zielen umgewandelt und in verschiedenen Epochen restauriert “**.

Nur 50 Mt. vom Sergio il Gufo entfernt steht die jahrhundertalte Basilica di Sant’Andrea, die älteste Kirche am Gardasee. Sie ist ein wunderschӧnes Beispiel der romanischen Architektur des XII Jahrhunderts. Die Kirche wurde auf den Űberresten einer ehehmaligen langobardischen Kirche aufgebaut. Das Altar steht auf einer paleochristlichen Krypta. Die romanische Fasade ist schlicht; ein Monoforium ueberragt das Portal, wo die typischen Symbole des Zeitalters sichtbar sind (Lauben, Adlern, Knotenwerke,geflügelte Greife, Sirenen, Tauben Lämmer). In der Kirche lagen eine Zeitlange die Gewänder des Gardaschutzpatrons, XIX Bischofs von Brescia im VI Jahrhundert gelebt. Von germanischen Stamm, blieb er lange in Campione, wo er, so ähnlich wie der heilige Francesco Jahrhunderte später, in Armut und Armonie mit allen Lebewesen sein Leben führte. Da verschiedene Gemeinde um den Leib des Heiligen rivalisierten, trifft man die Entscheidung, Gott dananch zu fragen. Der Leib wurde in ein Boot gelegt, das ohne Bootsmann segelte. Nach Gottes Wille landete das Boot in Maderno. Der Leib wurde deshalb in einen Sarkophag in der Kirche von Sant’Andrea gelegt. Heute befindet er sich in der maderner Pfarrerkirche auf der gegenüberliegenden Seite der Strasse. Wo jetzt die Pfarrerkirche liegt, stand im Mittelalter ein viertürmiges Schloss. Der heutige Glockenturm ist der einzige stehengebliebene Schlossturm. Ein Doppelwassergraben um das Schloss gilt damals als Barriere gegen die Barbaren. Um die Mitte des XIII Jahrhunderts wurde es zum Palazzo del Podestà (Rathaus), später des Vicario (des Richters). 1310 wurde Maderno Hauptstadt der Riviera, wurden alle Ämter hierher umgezogen und da bis 1377 blieben. Im dem Jahr Beatrice della Scala wählte Salò als Hauptstadt der Riviera und alle Ämter wurden dorthin fortgetragen. Deshalb wurde Beatrice vom Volk Madernos “Regina cagna” (Hundinkӧnigin) genannt. Da begann die Dekadenz der Stadt. Das Rathaus verfiel bis zu seiner Brandzerstӧrung am 25sten Juni 1645. Erst nach einem Jahrhundert startete man die neue Pfarrerkirche aufzubauen. Sie wurde 1825 vollendet . Die Gemeinde ist ein Beispiel der wirtschafltlichen Integration zwischen Industrie- Werkstätten (Toscolano) und Turismus ( Maderno), auch wenn in den letzten Jahren ist Turismus auch für Toscolano zu einer wichtigen Tätigkeit geworden **

Guter Letzt der Orto Botanico (Botanischer Garten) in Toscolano Maderno. Die Abteilung für Biologie der Universität Mailand betreut den Garten, der rund 10.000 Qmt bedeckt. Zahlreiche Veranstaltungen finden in der Sommerzeit statt, welche den Garten, die Natur und das Essen betreffen.****

* http://www.valledellecartiere.it/
** http://www.patrimoniosos.it/rsol.php?op=getarticle&id=33238
*** http://www.comune.toscolanomaderno.bs.it/it/la-storia
**** http://www.unimi.it/ateneo/3823.htm

Nicht nur Natur, Sport, Schӧnheit, Kunst, Essen und Sergio il Gufo: Toscolano Maderno hat auch berühmte Kinder::

  • Osvaldo Cavandoli (Toscolano-Maderno, 1º Jan. 1920 – Milano, 3 März 2007), Cartoonist
  • Andrea Celesti (Venezia, 1637 – Toscolano, 1712) Maler.
  • Andrea Fossati (Toscolano, 1844 – 1919) Maler.
  • Marco Nonio Macrino, rӧmischer General, II Jahrhundert n.Ch., Eigentümer der Villa neben der heutigen Papierfabrik.
  • Paganino Paganini (Brescia, metà XV secolo – Toscolano-Maderno 1538), Verleger und Buchdrucker, dem wir für die erste gedruckte Auflage der Welt des Korans auf Arabisch verdanken.
  • Giuseppe Zanardelli (Brescia, 26 Okt. 1826 – Maderno, 26 Dez. 1903) Ministerpräsident Italiens, für sein Gesetzbuch (Jahr 1890) berühmt.

In Der Nähe

Wollen Sie am besten Ihr Urlaub bei Sergio il Gufo geniessen, nun müssen Sie wissen, dass Sie zu Fuss folgendes erreichen kӧnnen:

  • Hafen (Bootverleih mӧglich), 200 Mt.entfernt;
  • Strand, 300 Mt. entfernt
  • Fährestation (Verbindungen zu jedem Hafen) 400 Mt. entfernt;
  • Auto und Fahrradverleih e biciclette a 500 metri;
  • Sehr gute Restaurante (Sonderangebote für unsere Gäste);
  • Ölmühlen und Weinkeller, wo man einheimische Produkte kosten kann;
  • Das wunderschӧne Vittoriale von Gabriele D’Annunzio in Gardone, 20 Minuten zu Fuss von uns entfernt (oder 5 Min. mit dem Auto);
  • MuSa
  • Die Grotte di Catullo (Grotten des Catull) in Sirmione;
  • Das Paddle Surfing Center;
  • Der Golf Club a Bogliaco;
  • Die Segelschule;
  • Die Kanu und-Kayakschule;
  • Villa Alba;
  • Der Wanderweg des Monte Maderno mit Start vor unserem Tor, von der Bergspitze geniesst man einen atemberaubenden Blick aufs Gardasee;
  • Für die Tapferen:l Monte Pizzoccolo, über 1500 Mt. hoch, von dessen Spitze man eine allgemaine Sicht aufs Gegend bewudert.

Wir sind ideal gelegen, da unser B& B nicht weit weg von vielen wunderschӧnen Orten der Lombardei und des Venetien steht: Mantova, Brescia, Bergamo, Milano, Verona, Venezia, Padova, Trento. Für Klein -und Grosskleinkinder: Gardaland!

Unser Gebiet ist aus einem Shopping-Standpunkt auch sehr interessant . Es gibt berühmte Firmen und Outlets in der Nähe, die Ihnen die Hӧchstequalität des “made in Italy” zu günstigen Preisen anbieten. Warum bin ich, trotz meiner Liebe für Mailand, umgezogen? Vermutlich haben Sie schon eine Antwort im Kopf, oder?